https://www.tagesschau.de/inland/interse...hlecht-105.html Luan ist nicht er oder sie - wie etwa 80.000 Menschen in Deutschland. Luan ist Luan und will selbst das Geschlecht bestimmen. Mit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Intersexualität könnte das bald im Alltag real sein.
Von Ingrid Bertram, WDR
Es sind diese kleinen Dinge im Alltag, die für Luan (Anmerkung: Name von der Redaktion geändert) keine Lapalie sind: zum Beispiel bei der Buchung eines Hotels zwischen "Herr" oder "Frau" auswählen zu müssen. Oder bei einem Behördengang im Formular "männlich" oder "weiblich" ankreuzen.
Die Gesellschaft ist in zwei Geschlechter aufgeteilt: Luan findet da nicht statt. Luan ist 34 und hat erst vor zwei Jahren bei einem Arzt die Gewissheit bekommen, dass Luan intersexuell ist. Das heißt, Luan hat eine genetisch bedingte Abweichung von der Norm, durch die beide Geschlechtsmerkmale ausgebildet werden.
Schätzungsweise 80.000 Menschen in Deutschland sind intersexuell. Im Kopf war das Luan schon länger klar, denn Luan wollte das Geschlecht im Personenregister austragen lassen, so dass an dieser Stelle amtlich nichts steht. Aber kein Geschlecht? Das ist nur die zweitbeste Möglichkeit. Die beste ist ein drittes Geschlecht, so wie es der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts ermöglichen soll.
Zugewiesenes Geschlecht: weiblich Luan war als Kind ein Mädchen, zumindest hatten das Mediziner mal so festgelegt. Viele Kinder, deren Geschlecht bei Geburt nicht eindeutig erkennbar ist, werden einem Geschlecht zugewiesen, oft mit Hilfe von Operationen oder hormonellen Behandlungen.
Noch heute sind es in Deutschland 300 bis 500 Kinder im Jahr, die im Kleinkindalter an den Genitalien operiert werden, um danach möglichst eindeutig einen Penis oder eine Vulva zu haben, so Sexualforscher Heinz-Jürgen Voß von der Uni Merseburg. Oft seien es schwerwiegende Eingriffe, die mit mehreren Operationen verbunden sind.
Die Kinder sind meist zu klein, um nach ihrer Meinung gefragt zu werden. Die Eltern würden noch immer oft von Ärzten zu einer Operation gedrängt, so Sexualforscher Voß. Für Luan sind es Zwangsoperationen, für den Sexualforscher Voß zumindest überflüssige Eingriffe, die später zu schweren psychischen Belastungen führen können. Ende Zitat
einst dachte ich zu wissen, jetzt weiss ich, dass auch das ein Glaube war.
Das wären die Toiletten, die ich in dieser Grundschule benutzen würde. Ich bin zwar eindeutig weiblich, aber diese Toiletten werden am Saubersten sein.
Zitat von exilschwäbin im Beitrag #3Das wären die Toiletten, die ich in dieser Grundschule benutzen würde. Ich bin zwar eindeutig weiblich, aber diese Toiletten werden am Saubersten sein.
Wieso???? Damit würde ich nicht so selbstverständlich rechnen.
einst dachte ich zu wissen, jetzt weiss ich, dass auch das ein Glaube war.
Ich plädiere für geschlossene geräuschgeschützte Kabinen mit allem Nötigen für alle Geschlechter. So entfällt die blöde Trennung, zuhause nutzen doch auch alle "Typen" ein Klo. Wieso müssen öffentliche Toiletten den so "luftig" offen sein? Pissoirs als Gesprächsbegegnungsstätten - kann man doch drauf verzichten - oder?
Ich sehe, höre Deine Worte, sehe Dein Gesicht, erkenne, wie Du Dich verhältst... Aber ich sehe, höre, erkenne nie Dich selbst!
Zitat von MumPitz im Beitrag #4Wieso???? Damit würde ich nicht so selbstverständlich rechnen.
Da werden halt die wenigsten drauf gehen. Welches Kind will sich denn schon outen? Kommt darauf an, wie so Dritte-Geschlecht-Menschen erzogen werden, aber bisher hielt man das ja eher unter dem Deckel und die Eltern wollten entweder ein Mädchen oder einen Jungen haben und nichts Drittes. Und kommt natürlich darauf an, wie in dieser Schule dann damit umgegangen wird. Den Kindern muss das ja dann schon auch gründlich erklärt werden.
ich währe dafür das jeder mann--frau die toilette benutzen kann wie sie angezogen ist .eher weiblich oder eher mänlich. zudem schriebt bild dazu--Bei Transgender-Identitäten handelt es sich um Personen, die sich weder auf das weibliche noch das männliche Geschlecht festlegen lassen wollen. Sie fühlen sich mit dem zugewiesenen Geschlecht nicht ausreichend oder falsch beschrieben oder wollen sich nicht einer derartigen Kategorisierung unterwerfen. also würden sie auch nicht diese toiletten benutzen
"... also würden sie auch nicht diese toiletten benutzen" Da wäre ich gar nicht sicher. Was soll dden einrichtungsmässig so speziell daran sein? Eine Schüssel und ein Pissoire — das gibt es auf den meisten Toiletten — einzig die Art der Benutzer und allenfalls Pöbel könnten da variieren. Würde mich auch wunder nehmen, wessen Wunsch denn eine Transgender-Toilette erüllt, wer kam auf die Idee und warum?
einst dachte ich zu wissen, jetzt weiss ich, dass auch das ein Glaube war.
Um halt allen gerecht zu werden. Auf den Stellenanzeigen steht ja jetzt auch immer
Maschinenschlosser (m/w/d) oder (m/w/x)
oder
Assistent der Geschäftsführung (m/w/d) oder (m/w/x)
Damit sich ja keiner ausgeschlossen fühlt.
Meiner Ansicht nach bräuchte es diese Zusätze gar nicht. Ist doch eigentlich klar, dass sich jeder auf alles bewerben darf. Wen sie dann nehmen, das entscheidet das Unternehmen. Und begründen müssen sie das in der Regel nicht.
Statt solchen Quatsch wie eine Dritte-Geschlecht-Toilette einzuführen, sollten sie an den Schulen lieber mal darauf achten, dass die vorhandenen Toiletten sauber und ordentlich sind. Ab und zu bin ich ja an den Schulen und meine Kinder haben auch Fotos gemacht: Seife über Monate nicht vorhanden, Toiletten vollgepiselt und vollgesch..., kein Toilettenpapier, die Klositze fliegen irgendwo in der Gegend rum, das Papier zum Händeabtrocknen liegt irgendwo am Boden verstreut...
Bevor man so elementare und selbstverständliche Dinge nicht im Griff hat, braucht man meiner Ansicht nach alles andere auch nicht!
Wie es in den Toiletten aussieht liegt doch auch an den Kids! Also ob es ordentlich ist oder nicht!
Und zu den Toiletten an sich! Denke nicht, das man getrennte Toilettenräume braucht! Die einzelnen Klos getrennt, das ist klar! Aber man braucht keine separaten Räume!
Natürlich liegt das auch an den Kids und es gibt auch tatsächlich Schulen, an denen die Schüler gegen ein kleines Entgelt die Toiletten selber putzen müssen. Leider löst das nicht das Problem mit dem nichtvorhandenen Toilettenpapier, der nichtvorhandenen Seife und den nichtvorhandenen Handtüchern.
Halbjährlich muss immer ein bestimmter Betrag als Materialgeld bezahlt werden. Wurde auch schon vorgeschlagen, diesen zu erhöhen, eben um diese Dinge alle regelmäßig bereitstellen zu können. Das wollten dann aber wieder bestimmte Elterngruppen nicht...
Natürlich sollte es selbstverständlich sein, dass es auf den Toiletten Seife gibt, aber bevor die Schüler gerade jetzt in der Erkältungszeit ihre Hände nicht richtig waschen können, bezahle ich doch lieber einen kleinen Betrag und habe dafür gesunde Kinder.
Und ich finde, dass sowas alles erst mal klappen sollte, bevor man sich an andere Projekte wagt...
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