ZitatDiesen Ausdruck benutzen auch heute noch viele Leute scherzhaft wenn es an der Tür klopft. Dabei bezieht er sich auf einen Berufsstand der im Mittelalter kein gutes Image hatte.
In vielen Sprichwörtern und Spottversen werden die Schneider aufs Korn genommen, obwohl sie doch für so etwas Wichtiges wie die Kleidung zuständig waren.
Die heute nur noch launig gemeinte Aufforderung herein zu kommen, dürfte darauf zurück gehen, dass die Zunftsitzungen der Schneider als geschlossene Gesellschaft stattfanden. Wenn jemand Einlass begehrte, wurde ihm geantwortet:
Herein, wenn's ein Schneider ist." Dieser Ruf konnte vom Volk parodiert worden sein, wenn Schneider ihre Außenstände beim Kunden zu Hause einforderten.
Offenbar hatten Schneider im Gegensatz zu Händlern oft Schwierigkeit für ihre Arbeit, also das Anfertigen und Ausbessern von Kleidung, das vereinbarte Entgeld einzutreiben.
Die erwähnten Spottversen und Sprichwörter zeigen dementsprechend häufig die Armut dieses Berufsstandes auf.
Quelle: das Buch "Schwein gehabt" Redewendungen des Mittelalters von Gerhard Wagner
Der Schnitter (Der Tod)Früher hieß der Spruch oft „Herein, wenn’s nicht der Schnitter ist“.Ein Schnitter mähte das Getreide.Der Tod wurde früher oft als Schnitter oder Sensenmann genannt.Der Spruch bedeutete also: „Komm rein, solange du nicht der Tod bist“.Das Wort „Schnitter“ hat man später falsch verstanden und zu „Schneider“ gemacht.Der arme SchneiderFrüher machten sich die Leute oft über Schneider lustig.Man dachte, sie seien arm oder schwach.Wenn ein Schneider kam, brachte er oft Rechnungen, die man nicht bezahlen konnte.Deshalb wollte man ihn nicht sehen.
Wir lieben die Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - falls sie das gleiche denken wie wir.
Ein Schnitter ist doch ein Mann der das Getreide mit der Sense abmäht und kein Schneider.
Es gibt einen Unterschied zwischen einem Schnitter und einem Schneider. Schneider sind Leute die Kleidung anfertigen oder umändern und diese sind hier gemeint. Die haben früher nicht Schnitter geheißen sondern Schneider.
ZitatDiesen Ausdruck benutzen auch heute noch viele Leute scherzhaft wenn es an der Tür klopft. Dabei bezieht er sich auf einen Berufsstand der im Mittelalter kein gutes Image hatte.
In vielen Sprichwörtern und Spottversen werden die Schneider aufs Korn genommen, obwohl sie doch für so etwas Wichtiges wie die Kleidung zuständig waren.
Die heute nur noch launig gemeinte Aufforderung herein zu kommen, dürfte darauf zurück gehen, dass die Zunftsitzungen der Schneider als geschlossene Gesellschaft stattfanden. Wenn jemand Einlass begehrte, wurde ihm geantwortet:
Herein, wenn's ein Schneider ist." Dieser Ruf konnte vom Volk parodiert worden sein, wenn Schneider ihre Außenstände beim Kunden zu Hause einforderten.
Offenbar hatten Schneider im Gegensatz zu Händlern oft Schwierigkeit für ihre Arbeit, also das Anfertigen und Ausbessern von Kleidung, das vereinbarte Entgeld einzutreiben.
Die erwähnten Spottversen und Sprichwörter zeigen dementsprechend häufig die Armut dieses Berufsstandes auf.
Quelle: das Buch "Schwein gehabt" Redewendungen des Mittelalters von Gerhard Wagner
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